Ein Haushaltsbuch ist kein Selbstzweck. Führe es mindestens einen vollständigen Monat, summiere die Kategorien und markiere danach die drei größten veränderbaren Posten. Erst dann entscheidest du, wo du optimierst.
Download und Druckversion
PDF zum Ausdrucken Excel-Vorlage (xlsx) CSV herunterladen
- PDF (2 Seiten, A4): Monatsübersicht mit Einnahmen, Kategorien (geplant/tatsächlich) und Fixkostenquote, dazu eine Ausgabenliste mit 30 Zeilen.
- Excel: Blatt „Buchungen“ zum Eintragen, Blatt „Übersicht“ rechnet nach Monat und Jahr die Summen je Kategorie, den Saldo und die Fixkostenquote aus. Keine Makros, keine externen Verbindungen. Die Beispielzeilen überschreibst du einfach.
- CSV: Leere Importvorlage für Excel, LibreOffice Calc oder Google Sheets.
| Datum | Kategorie | Beschreibung | Betrag (€) | Zahlungsart |
|---|---|---|---|---|
Die CSV-Datei lässt sich in Excel, LibreOffice Calc oder Google Sheets importieren. Sie enthält keine Makros und keine externen Verbindungen.
Kategorien, die für den Start reichen
| Kategorie | Beispiele | Fix / variabel |
|---|---|---|
| Wohnen | Miete, Nebenkosten | überwiegend fix |
| Energie | Strom, Gas, Heizkosten | gemischt |
| Lebensmittel | Supermarkt, Bäcker | variabel |
| Mobilität | ÖPNV, Kraftstoff, Auto | gemischt |
| Verträge | Internet, Mobilfunk, Streaming | fix |
| Haushalt & Drogerie | Reinigung, Pflege | variabel |
| Freizeit | Essen gehen, Hobbys | variabel |
| Rücklagen | geplantes Sparen | bewusst festgelegt |
Die 30-Tage-Methode
- Erfassen: Jede Ausgabe am selben Tag oder spätestens am Wochenende eintragen.
- Nicht optimieren: Im ersten Monat möglichst normal weiterleben. Sonst verfälschst du den Ausgangswert.
- Summieren: Am Monatsende jede Kategorie addieren.
- Markieren: Die drei größten veränderbaren Posten auswählen.
- Eine Maßnahme wählen: Zum Beispiel Wochenplan, Abo-Kündigung oder Energie-Check.
- Nach 30 Tagen vergleichen: Nur echte Differenzen zählen – nicht gefühlte.
Was du aus den Zahlen ableitest
Ein hoher Betrag ist nicht automatisch „schlecht“. Miete oder notwendige Mobilität können groß und kaum kurzfristig veränderbar sein. Interessant sind vor allem Posten, die hoch, wiederkehrend und beeinflussbar sind.
Typische Fehler beim Haushaltsbuch
- Zu viele Kategorien von Anfang an – dadurch wird das Eintragen lästig.
- Bargeld vergessen – Kassenbons sammeln oder direkt notieren.
- Jahreskosten nicht auf Monate umlegen – Versicherungen oder Mitgliedschaften verzerren sonst einzelne Monate.
- „Sparen“ nur als Rest behandeln – Rücklagen besser als eigene geplante Kategorie führen.
- Nach einer Woche abbrechen – ein vollständiger Monat ist deutlich aussagekräftiger.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ich ein Haushaltsbuch führen?
Für einen ersten brauchbaren Überblick mindestens einen vollständigen Monat. Bei saisonalen Kosten oder unregelmäßigen Ausgaben sind mehrere Monate aussagekräftiger.
Gibt es die Haushaltsbuch-Vorlage als Excel oder PDF?
Ja, beides. Die Excel-Vorlage (xlsx) rechnet Summen je Kategorie, Saldo und Fixkostenquote automatisch aus den Buchungen. Das PDF ist für den Ausdruck gedacht: eine Monatsübersicht und eine Ausgabenliste. Beide Dateien findest du oben im Abschnitt „Download und Druckversion“.
Papier oder Tabelle?
Beides funktioniert. Das beste System ist das, das du regelmäßig pflegst. Die CSV-Vorlage ist bewusst einfach gehalten.
Ist die 50/30/20-Regel sinnvoll?
Sie kann eine grobe Denkstütze sein, passt aber nicht zu jedem Einkommen und jeder Wohnkostenquote. Nutze zuerst deine realen Zahlen statt eine starre Prozentregel.
Quellen und Stand
- Destatis – Konsumausgaben privater Haushalte – amtliche Daten zu privaten Konsumausgaben
Quellen zuletzt geprüft am 7. Oktober 2026. Externe Quellen können sich ändern.